Kirche:
Katholische Kirchengemeinde: Der Überlieferung nach entstand die kath. Kirche aus einem heidnischen Tempel, der in ein „christliches Gebetshaus“ umgewandelt wurde. Traditionell wird angenommen, daß Hinsbeck die älteste Pfarrei im Land Krickenbeck ist, worauf auch die Weihe der Kirche auf den heiligen Petrus und die Gottesmutter hindeuten, aber diese Annahme „hat nicht mehr als Wahrscheinlichkeit für sich“. Erstmals wird unsere Kirche1251 urkundlich erwähnt, als Arnold von Altkrickenbeck und Johann von Nievenheim, Pfarrer von Hinsbeck, der Kirche einen Altar stifteten. Etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts faßte man den Plan, anstelle der alten, baufälligen und auch mittlerweile zu klein gewordenen Kirche ein großes Gotteshaus zu errichten. Am 11. November 1857 wurde der Grundstein gelegt, am 17. September 1867 wurde die Kirche geweiht. Baumeister Statz aus Köln, der auch 1856-60 das Krickenbecker Schloß umbaute, war für die Bauausführung verantwortlich.
1882 begann man mit dem Abbruch des alten Turmes, am 15. März des gleichen Jahres war die Grundsteinlegung für den neuen Turm. Im Herbst 1882 wurde schon der Hahn auf den fertigen Kirchturm gesetzt. Die gesamten Kosten wurden durch Spenden und Umlagen aufgebracht. Seitdem wurde die Kirche mehrfach renoviert und verändert, zuletzt erfolgte 1985/86 eine große Instandsetzung und völlige Umgestaltung des Altarraumes.
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Evangelische Kirchengemeinde: Bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs war die Hinsbecker Bevölkerung rein katholisch. Erst während des 2. Weltkriegs ließ sich hier ein evangelischer Landwirt nieder. Der Flüchtlings-strom aus dem Osten brachte vorwiegend evang. Familien nach Hinsbeck, heute hat Hinsbeck ca. 850 evangelische Bewohner. 1969 wurde die evang. Kirche in Hinsbeck eingeweiht, die ca. 140 Personen Platz bietet. Hierfür wurde die Form eines Zeltes, dessen Dach sich bis fast auf die Erde erstreckt, gewählt. Da die Kirche in den Hang hineingebaut wurde, konnte dies geschickt für den Ausbau der Nebengebäude genutzt werden.
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